2. Münchner Forum Energie im Presseclub der Allianz Arena

Liebe Mandanten und Freunde von maierwoelfert,

wo sonst Jupp Heynckes oder Jogi Löw die Welt des Fußballs erklären, haben wir am 27.11.2015 mit Ihnen über die Zukunft der Energie diskutiert.

Ein unvergesslicher Tag, für den wir als maierwoelfert-Team sehr dankbar sind. Wir bedanken uns bei unseren Mitveranstaltern ECOTEC, PLANUNION und forum baucultur, unseren ganz hervorragenden Referenten, beim Team der Allianz Arena und bei Ihnen, unseren wundervollen Gästen. 

 

Einen wundervollen Eindruck der gelungenen Veranstaltung vermittelt unser Eventfilm!

Unten sehen Sie eine Bildergalerie mit tollen Fotos von Heidrun Theis. Weiter unten haben wir für Sie alle Präsentationen der Referenten zum Download bereit gestellt, ebenso finden Sie dort erste Berichte zu Vorträgen, weitere werden folgen. 

 

Vielen Dank und allerbeste Grüße!

 

Jan Woelfert & Dr. Christoph Maier

Strommarkt 2.0 der Energy-Only-Markt

keynote - Strommarkt 2.0 der Energy-Only-Markt – Perspektiven für die Preisentwicklung und die zukünftige Versorgungssicherheit
2MFE_Dr.Ritzau_Strommarkt2.0.pdf
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So könnte sich der Strompreis langfristig entwickeln
So könnte sich der Strompreis langfristig entwickeln

Dr.-Ing. Michael Ritzau von der BET in Aachen berichtet in seiner Keynote ausführlich über das Aussehen des künftigen Energy-Only-Marktes. Künftig soll Strom ohne Preiscaps handelbar sein. Dies wird zu einer evidenten Zunahme Kurzfristprodukten ("Intraday") im Strommarkt führen. Die in Knappheitszeiten erzielbaren Spitzenwerte sollen den Markt wieder für die Erzeuger attraktiv machen. Daneben sollen die Flexibilisierung des Verbrauchs und eine verschärfte Bilanzkreistreue die Kongruenz von Erzeugung und Verbrauch samt der Netzstabilität sicherstellen. Schließlich noch die braunkohlebefeuerte "Flexibilitätsreserve", deren höchst teures Anfahren im Rahmen der Kosten für Ausgleichsenergie allerdings über die Bilanzkreise nur von denjenigen Verbrauchern bezahlt werden muss, welche für ihren Bilanzkreis eine falsche Prognoseentscheidung getroffen und damit das Anfahren der Reserve verursacht haben. Künftig ein erhebliches Risiko.


Daneben informierte Dr.-Ing. Ritzau noch an Hand des bei BET entwickelten europäischen Marktmodells zur langfristigen Strompreisentwicklung und den Auswirkungen des KWKG 2016.

Einige Ergebnisse der bisher in Bayern durchgeführten Einsparcontractingmaßnahmen
Einige Ergebnisse der bisher in Bayern durchgeführten Einsparcontractingmaßnahmen

Peter Kalmer von der Regierung von Mittelfranken betreut maßgeblich die von der Obersten bayerischen Baubehörde eingerichtete Zentralstelle Contracting. Dort werden öffentliche Contractingprojekte initiiert, betreut und abgewickelt. Er ist auch Mitautor der beiden bayerischen Leitfäden zum Energiesparcontracting und zum Energieliefercontracting.

 

Er konnte auf der Basis der Auswertung einer Vielzahl von Einsparcontractingprojekten aufzeigen, dass hier bei Beachtung bestimmter Erfolgsparameter stets gute Einsparerfolge erzielt werden können. Besonderes Augenmerk ist dabei auf die Klarheit und Transparenz der Ausschreibungsunterlagen zu richten. Überragend wichtig ist in die faire und transparente Vereinbarung der Einsparziele, der Messmethode zu Ermittlung der Einsparerfolge sowie deren Vergütung zu richten. Schließlich müssen die erzielten Ergebnisse transparent erfasst, ausgewertet und abgerechnet werden.

 

Peter Kalmer: "Einsparcontracting ist bei Beachtung der Erfolgsfaktoren eine sinnvolle Variante, um eine Liegenschaft in einer win/win-Situation zu opimieren und zu

                                                                                                                             verbessern."

Markus Schnier vom Beratungsunternehmen ECOTEC in Meschede betreut Energiegroßverbraucher als externe Energieabteilung u.a. zu den Themen energiewirtschaftliche Ausrichtung, Energiebeschaffung und Netzkostenoptimierung.


Er informierte die Zuhörer zu den neuen Entwicklungen im Bereich der Kraft-Wärme-Kopplung, insbesondere im Bereich der Eigenversorgung.


Er beschäftigte sich insbesondere mit dem Wert politischer Versprechen wie "Die EEG-Umlage bliebt stabil" oder "die EEG-Umlage auf Eigenverbrauch wird in der KWK-Förderung ausgeglichen" und stellt fest, dass beide Versprechen nicht eingehalten werden.


Die Entwicklungen im Bereich des Energierechts sind heute in erheblichem Umfang reaktiv, kurzfristig und volantil, das macht die zutreffende Positionierung für alle Beteiligten des Energiemarktes sehr schwierig.

Dr. Christoph Maier von maierwoelfert stellte die Konsultationsfassung des Leitfadens zur Eigenversorgung der Bundesnetzagentur vor. Dort werden bisherige Streitpunkte der Eigenversorgung klar geklärt. So ist Betreiber der Stromerzeugungsanlage nur derjenige, welcher die tatsächliche Sachherrschaft über die Anlage hat, die Fahrweise eigenverantwortlich bestimmt und das wirtschaftliche Risiko trägt. ein Eigenverbrauch liegt zudem nur vor, wenn der Betreiber und der der Letztverbraucher personenidentisch sind. Alle Mieter- und Genossenschaftsmodelle sind damit ebenso voll EEG-umlagepflichtig wie alle Konstellationen mit verschiedenen Konzerngesellschaften. Vermindert EEG-umlagepflichtig sind zudem nur die zeitgleichen Verbräuche, dies muss mit geeichten  und die Zeitgleichheit sichernden Messeinrichtungen nachgewiesen werden. Die Tatbestände der Eigenversorgung sowie die eigenverbrauchten Strommengen müssen bis 28.02. des Folgejahres beim zuständigen Netzbetreiber gemeldet und nachgewiesen werden. Wer bis zum 31.05. des Folgejahres nicht oder falsch meldet, muss die volle EEG-Umlage bezahlen.

 

Dr. Maier: "Die Eigenversorgung wurde politisch über EEG und KWKG brutal angereizt und wird jetzt ebenso brutal wieder zusammengetreten."

practice - Erfolgsmodell Energiespar-Contracting – Faktoren für den Erfolg, Ergebnisse bisheriger Maßnahmen
2MFE_Kalmer_Einsparcontracting.pdf
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dispute - Reform des Kraft-Wärme-Kopplungsgesetzes 2016, EEG-Umlage auf Eigenverbrauch – über den Wert energiepolitischer Versprechen
2MFE_Schnier_KWKG_EEG.pdf
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politics - Leitfaden der Bundesnetzagentur zur Eigenversorgung, Klärung wesentlicher Streitfragen
2MFE_Dr.Maier_LeitfadenEigenversorgung.p
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future - ENEV 2016 – energieeffizientes Bauen der Zukunft
2MFE_Lorenz_ENEV2016.ppsx
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future - KfW-Effizienzhaus – energieeffizientes Bauen der Zukunft
2MFE_Böttcher_KFWEffizienzhaus.ppsx
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future - Industrie 4.0, Energiekostenoptimierung mit Hilfe künstlicher Intelligenz
2MFE_Gardlo_EnergiekostenoptimierungmitH
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politics - Eine energische Kommune, wie sich eine oberbayerische Gemeinde neu positioniert
2MFE_Nunn_EineenergischeKommune.pdf
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politics - Ammer Loisach Energie
2MFE_Nunn_Ammer-Loisach-Energie.pdf
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future – Nutzung von thermischer Energie aus dem Abwasser, am Beispiel der Zentralen Sterilgutversorgungsanlage im Klinikum rechts der Isar in München
2MFE_Völkl_Nutzungthermischerenergieausd
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impulse - Herausforderung Energiespeicher, Chancen für neue Pumpspeicherkraftwerke in Bayern
2MFE_Weiss_ChancenfürPumpspeicherwerke.p
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best practice - Erfolgsmodell Energieliefercontracting, wann und wie Contracting Sinn macht, erläutert an den Projekten TU München Stammgelände und Augustinum Wohnstifte
2MFE_Schnier_Maier_Energieliefercontract
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Programm
2. Münchner Forum Energie am 27.11.2015.
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